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	<title>Kopf-Stunt — Polemik in Zartbitter</title>
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	<description>Unpolitisch Korrektes, des Abendbrotes Aggregatzustände und Binärphilosophie bis der Arzt kommt</description>
	<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:42:24 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
			<item>
		<title>Warum glauben die Leute eigentlich immer, Schauspieler sei kein richtiger Beruf?!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>

		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegben, wenn man nur deutsches Fernsehen sieht, könnte man diesen Eindruck tatsächlich bekommen.
Elton und Simon Gosejohann, ihres Zeichens C-Klasse-Promis, dabei zusehen zu müssen, wie sie sich Geldtücke um die Wette in die Badehosen stopfen; der Verlierer muss dann Kaffe aus den getragenen Socken des Gewinners trinken, ist schon sehr speziell&#8230;&#8230;.
Aber es ging ja um Schauspieler.
Weiterhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://lh4.ggpht.com/_Lg642TlJuOM/SmYuA8fCkzI/AAAAAAAACyE/1j2qzrGKkTY/s144/schauspieler.jpg" alt="" />Zugegben, wenn man nur deutsches Fernsehen sieht, könnte man diesen Eindruck tatsächlich bekommen.</p>
<p>Elton und Simon Gosejohann, ihres Zeichens C-Klasse-Promis, dabei zusehen zu müssen, wie sie sich Geldtücke um die Wette in die Badehosen stopfen; der Verlierer muss dann Kaffe aus den getragenen Socken des Gewinners trinken, ist schon sehr speziell&#8230;&#8230;.</p>
<p><span id="more-40"></span>Aber es ging ja um Schauspieler.<br />
Weiterhin zugegeben, die meisten Schauspieler verbringen locker 70% ihres Berufslebens mit anderen Tätigkeiten, die ihnen hinreichend viel Geld einbringen, damit sie sich diesen speziellen Beruf überhaupt leisten können.<br />
Dabei liegt das Problem ja eher in der mangelhaften Vergütung der Arbeit. Unglaublich, aber wahr: an einem Theater verdienen Schauspieler am schlechtesten von allen Beteiligten. Selbst die Putzfrauen bekommen dort bessere Stundenlöhne.<br />
Eine Kollegin hat mal in ihrem Theater, an dem sie nun auch schon seit 3 Jahren einen Vertrag hat, nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Daraufhin entgegnete man ihr &#8220;Wenn ihnen das Geld nicht reicht, dann gehen sie doch noch nebenher kellnern. Die Kollegin F. macht das ja schließlich auch.&#8221;</p>
<p>-.-<br />
Da fällt einem in Wahrheit nicht mehr viel zu ein.</p>
<p>Oft wird behauptet, Schauspieler, die spielen ja gerne, jaha, das macht denen Spaß.<br />
Ja, und wenn das Spaß macht, dann kann das ja logischerweise auch kein richtiger Beruf sein. Und überhaupt &#8220;spielen&#8221; - das kann man doch gar nicht &#8220;professionell&#8221; machen. Das macht man weil man Spaß daran hat.<br />
Mag ja sein, dass diese Leute mit ihrer Arbeit nichts positives verbinden. Aber das ist doch wohl eher deren Problem! Vielleicht ist es ja eine Art unterschwelliger Neid: &#8220;Menno - der macht was, was ihm Spaß macht und er bekommt auch noch Geld dafür. Wie gemein&#8230;&#8230; Na ja&#8230;..dafür verdiene ich mehr! Ha - in your face!&#8221;. Neid ist schließlich die deutsche Tugend für Anerkennung.</p>
<p>In dem Buch das ich gerade lese, &#8220;Die sind ja nackt!: Keine Angst, die wollen Spielen. Gebrauchsanweisung fürs Theater&#8221;, wird berichtet, dass unser Bundespräsident  nach einer Theatervorstellung in Berlin hinter die Bühne gekommen sei und die Schauspieler gefragt habe, was sie denn hauptberuflich machen.<br />
Es ist immer wieder erfrischend, wie man von den meisten Leuten angesehen wird, wenn sie erfahren, man sei Schauspieler. Wenn wir in Grundschulen spielen, fragen uns die Kinder natürlich immer, ob wir echte Schauspieler wären. Die Antwort darauf überzeugt sie aber erst, wenn sie dabei auch erfahren, dass wir auch schon mal im Fernsehen waren. Verrückt - einer der Schauspieler sein will und noch nie im Fernsehen war - das geht doch gar nicht. Oder?<br />
Aber schön, dass uns oft Lehrer danach beiseite nehmen und fragen &#8220;-<em>krampfhaft</em> <em>lächelnd- </em>Nein, aber mal im Ernst, was machen sie denn beruflich?&#8221;</p>
<p>Möglicherweise hat diese Missachtung der Schauspielerei als ernsthaften Beruf (immerhin das zweitälteste Gewerbe der Welt) aber auch ganz einfache Ursachen.<br />
Wann guckt man sich denn einen Film an? Und warum? Oder wann geht man denn mal in ein Theaterstück? Das alles geschieht in der Regel in der Freizeit und zum Vergnügen. Der durchschnittliche Bürger der Mittelschicht und darunter begegnet also Schauspielern nie persönlich und stets in seiner Freizeit. Wie soll er diesen Beruf denn dann auch mit Ernsthaftigkeit verbinden? Durchaus spannend, dass Geld und Spaß scheibar eine leere Schnittmenge haben, zumindest was die gesellschaftliche Arbeitsrezeption angeht.</p>
<p>Vieleicht ist es an der Zeit, sich mal zu wehren.<br />
Ich werde die wenigen begabten Menschen, die bei MacDonalds arbeiten jetzt auch mal fragen, was sie denn beruflich machen, oder womit sie denn ihr Geld verdienen. Bei MC ja wohl kaum.<br />
Oder ich frage die Kneipenbedienungen einfach mal, in welchem Theater sie denn spielen; die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit der Vermutung richtig liege, ist in einer Stadt mit vitaler Kulturszene sogar recht hoch. Anerkennung verweigern kann ich auch.<br />
Man sollte sich jedoch zuvor einer vorhandenen Grundintelligenz seines Gegenübers versichern, da sich die anderen als Ironieresistent erwiesen haben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rehe sind die Delfine des Waldes</title>
		<link>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/rehe-sind-die-delfine-des-waldes/</link>
		<comments>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/rehe-sind-die-delfine-des-waldes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 08:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

		<category><![CDATA[Nichts Spezielles]]></category>

		<category><![CDATA[Joggen]]></category>

		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich laufen.
Jaha, trotz all der Hitze.
Aber ich war später laufen.
Und ich laufe dann immer an mehreren Feldern direkt an einem Waldesrand vorbei.
Nur diesmal wollte mich doch glatt ein Reh herausfordern. Ich hab jetzt mal kein Foto gemacht, das Ding is eh schneller als mein Blitz. 
Aber wie wir da so Seite an Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich laufen.<br />
Jaha, trotz all der Hitze.<br />
Aber ich war später laufen.<br />
Und ich laufe dann immer an mehreren Feldern direkt an einem Waldesrand vorbei.<br />
Nur diesmal wollte mich doch glatt ein Reh herausfordern. Ich hab jetzt mal kein Foto gemacht, das Ding is eh schneller als mein Blitz. <img src='http://www.kopf-stunt.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Aber wie wir da so Seite an Seite entlang liefen und hüpften, fühlte ich mich doch sehr an Delfine erinnert, die ja auch aus Spaß neben und hinter Schiffen her schwimmen.<br />
Deshalb:<br />
<em>Rehe sind die Delfine des Waldes</em>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Nichtrauchergesetz - eine Beobachtung</title>
		<link>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/das-nichtrauchergesetz-eine-beobachtung/</link>
		<comments>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/das-nichtrauchergesetz-eine-beobachtung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 12:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

		<category><![CDATA[Disco]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

		<category><![CDATA[rauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich war gestern Abend das erste Mal in einer &#8220;rauchfreien&#8221; Disco.
Yay!
Dieses Kelleretablissement hatte es tatsächlich finanziell und auch architektonisch geschafft, einen eignen, separat gelegenen Raucherbereich zu realisieren.
Was soll ich sagen? Im ebenerdig gelegenen Thekenbereich riecht es tatsächlich .. besser.

Na gut. Sagen wir anders. Aber irgendwie frischer. Ich hege ja die heimliche Vermutung, dass die irgendwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px; vertical-align: middle;" src="http://nosmoking.uwekoestner.de/gfx/rauch.jpg" alt="" width="442" height="295" /></p>
<p>Ich war gestern Abend das erste Mal in einer &#8220;rauchfreien&#8221; Disco.<br />
Yay!<br />
Dieses Kelleretablissement hatte es tatsächlich finanziell und auch architektonisch geschafft, einen eignen, separat gelegenen Raucherbereich zu realisieren.</p>
<p>Was soll ich sagen? Im ebenerdig gelegenen Thekenbereich riecht es tatsächlich .. besser.<br />
<span id="more-38"></span><br />
Na gut. Sagen wir anders. Aber irgendwie frischer. Ich hege ja die heimliche Vermutung, dass die irgendwas mit Luftionisatoren gemacht haben. Aber vielleicht kann man in diesem Fall kein Verschlechtern der Luft schon als Verbesserung derselben hinnehmen.<br />
Der durch eine Tür getrennte Raucher- und Billardraum enthielt dann wiederum eine Theke, welche ja auch von einer Servicekraft gespeist werden musste. Kurz zur Erinnerung: Das Gesetz wurde ja speziell für die in Kneipen arbeitende Nichtraucherbevölkerung geschaffen.</p>
<p>Mein Schicksal kurz verfluchend, dass ich den Abend über einer zum Kern aus Rauchern bestehenden Gruppe angehörte, näherte ich mich der Kammer des Schreckens.<br />
Meine Befürchtungen wurden übertroffen.<br />
Was sich sonst so an Verr(a)uchtem in mehreren Räumen verteilte, konzentrierte sich geballt in einem viel zu kleinen Raum. Meine Klamotten nahmen schon nach wenigen Minuten den olfaktorischen Zustand ein, der sich sonst erst nach einem ganzen Abend sedimentiert.<br />
Yay!<br />
Delfinen nicht unähnlich, die sich ja auch überwiegend in einem Element aufhalten, welches ihnen das alleinige Überleben noch nicht ermöglicht, musste ich alsbald zum Luftholen an die Discooberfläche tauchen. Allein ein erfrischender Atemzug wurde meinen kontaminierten Lungen verwehrt, denn am Eingang des Tanzlokals heimtückten einige Flottenverbände von japanischen, norwegischen und auch paderbörnschen Treibnetzfischern.<br />
Nylonmaschige Netze von blau-grauem Rauch umgaben mich sogleich und machten das in unmittelbarer Nähe geglaubte Atmen wieder unmöglich.</p>
<p>Muss ich denn erst die Stadtgrenze überqueren, um eine Unantastbarkeit menschlicher Würde zu erlangen?</p>
<p>Aber Delfine treiben nach den ersten Wochen in ihrem Leben ja auch nicht bockig an der Oberfläche und denken sich &#8220;Man ey. Wass&#8217;n Scheiß! Dann geh ich halt nie mehr tauchen. Spar ich mir den ganzen Stress!&#8221; Zumindest konnte man das noch nicht nachweisen.</p>
<p>So ging auch ich wieder tauchen. Und diesmal richtig tief. In den Keller. Zur Tanzfläche.<br />
Verrückt ..ooOO(im Sinne von &#8220;nicht am Platz&#8221;).<br />
Es handelt sich gar nicht um ein feindliches Element. Vielmehr scheint sich um einen Ölfilm zu handeln, der das Leben erschwert. Dort unten in den schwummrigen und tosenden Gewässern ist die Welt wieder in Ordnung. Wiewohl ichdirekt an ein Nasenäquivalent zu Ohropax denken und hoffen musste. Aber keine Atemnot. Lediglich Geruchspein.<br />
Hehe. Diese vielfältige Melange aus Achsel-, Fuß-, Pups und Zaziki-Gerüchen wird wohl der &#8220;Diskoabschlepp-Tradition&#8221; einige Erfolgseinbußen bescheren, nehme ich an.</p>
<p>Nun ja&#8230;.. ich denke, man kann die Abende jetzt auch anders verbringen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Da muss man schon mal umdenken &#8211; (1)</title>
		<link>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/das-muss-man-schon-mal-umdenken-1/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 09:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nichts Spezielles]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wenn mein Mitbewohner abends was Nettes für sich und seinen Anhang gekocht hat, merke ich das am nächsten Tag immer daran, dass sich im Mülleimer eine nicht gerade unwesentliche Portion von lecker aussehendem Essen befindet.
Da muss man schon mal umdenken&#8230;..
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wenn mein Mitbewohner abends was Nettes für sich und seinen Anhang gekocht hat, merke ich das am nächsten Tag immer daran, dass sich im Mülleimer eine nicht gerade unwesentliche Portion von lecker aussehendem Essen befindet.</p>
<p>Da muss man schon mal umdenken&#8230;..</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Berufs-Rassismus</title>
		<link>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/berufs-rassismus/</link>
		<comments>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/berufs-rassismus/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 14:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<category><![CDATA[Nichts Spezielles]]></category>

		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Beruf]]></category>

		<category><![CDATA[Verunglimpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie das? Sie sind irgendwo und irgendjemand macht einen Witz oder Spruch über BWLer / Informatiker / Medienwissenschaftler / Juristen / Mediziner / Geisteswissenschaftler / Lehrer? Und wahrscheinlich fanden Sie den Witz oder Spruch sogar auch ganz lustig.
Waren Sie auch schon mal selbst betroffen? War wahrscheinlich noch nicht mal so schlimm.
Möglicherweise haben Sie sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://lh3.ggpht.com/weltmarktfuehrer/SCWnXf8cvZI/AAAAAAAAAbE/G9aNrYz7ddk/s288/www.abinsbett.demedium.jpg" alt="" width="265" height="188" />Kennen Sie das? Sie sind irgendwo und irgendjemand macht einen Witz oder Spruch über BWLer / Informatiker / Medienwissenschaftler / Juristen / Mediziner / Geisteswissenschaftler / <strong>Lehrer</strong>? Und wahrscheinlich fanden Sie den Witz oder Spruch sogar auch ganz lustig.<br />
Waren Sie auch schon mal selbst betroffen? War wahrscheinlich noch nicht mal so schlimm.<br />
Möglicherweise haben Sie sogar selbst schon mal einen Spruch über eine der einschlägigen Berufsgruppierungen gemacht, ohne sich gleich als Erbe Deutschlands jüngster Diktatur zu fühlen. Klar. Macht doch auch jeder mal, oder?<span id="more-27"></span></p>
<p>Im Volksmund wird dieses Gehabe <strong>Vorurteil</strong> genannt. In meinen Augen ist es jedoch nicht weniger als eine weitere Mutations-Stufe des Rassismus. Zwar hat das nichts mit Rassen im klassischen Sinne zu tun, aber in Ermangelung eines expliziten Wortes, wird eben dieses gewählt. Die Bedeutung des Wortes Rassismus ist mittlerweile als eigener Begriff, losgelöst von seiner etymologischen Herkunft, klar verständlich.<br />
Eine weitere Ausprägung des Rassismus wäre beispielsweise <strong>Mobbing</strong>. Dies tritt allerdings nur bei spezifischen Personengruppen auf, also auch vor allem innerhalb eines Berufszweiges.</p>
<p>Wie auch immer man all diese Ausprägungen schönreden mag - sie bleiben doch eines: Rassismus.<br />
Und wie bei so vielen Lastern, beginnt auch Rassismus im Kopf.</p>
<p>&#8220;Aber nein!&#8221;, werden die Gutbürgerlichen aufbrausen. &#8220;Das Verruchte am Rassismus ist doch, dass man sich nicht aussuchen kann, in welche Ethnie man hineingeboren wird!&#8221;<br />
Nein, das ist es nicht. Das, was den Rassismus so schlimm macht, ist der Hass, die Verachtung und die Ausgrenzung, welche durch xenophob Veranlagte scheinbar grundlos entfesselt wird. Warum üben wir denn den oder den Beruf aus? Doch nicht weil wir geknobelt haben. Sondern doch eher, weil wir genau das machen wollten. Beruf hat auch immer etwas mit Berufung zu tun. Und seine Berufung kann man sich nicht aussuchen. Man kann sich nur aussuchen, ihr zu folgen. Oder eben auch nicht.</p>
<p>Ganz egal ob man nicht auf eine reine Mediziner-Party möchte, zu viele Lehrer auf einem Haufen anstrengend findet, behauptet BWLer würden sich selbst und ihre Umwelt allein mit Hilfe des Attributs &#8220;generelles Gutaussehen&#8221; beschreiben und bewerten, gelegentlich &#8220;Medien-Mäuse&#8221; zu sagen pflegt oder fest der Überzeugung ist, dass alle Informatiker wie folgt, völlig hinreichend zu beschreiben sind:</p>
<ul>
<li>Figur: von schlaksig bis mopsig, 	aber niemals &#8220;medien-hübsch&#8221;</li>
<li>Umgebung: überwiegend Umgang 	mit &#8220;Gleichgesinnten&#8221;; meist in Keller- oder 	Dach-Appartments hausend</li>
<li>Erscheinung: hell bis bleich — 	Keller eben</li>
<li>Kleidung: Jeans in Blau oder schwarz, nicht selten Hochwasser und arg verwaschen; schwarz-bunte Metal-T-Hemden, meist schon antik</li>
<li>Ausrüstung: Aktenkoffer 	und/oder Notebook oder schwarzer Rucksack aus Vollplastik, 	Überbleibsel aus der Schulzeit</li>
<li>Haare: irgendwie</li>
</ul>
<p>Dann, und genau dann, ist man auch ein bisschen rassistisch.</p>
<p>Der Gipfel liegt jedoch noch eine Schicht weiter unten. Bei Beziehungen spricht der Volksmund gerne von der Bauernweisheit &#8220;Gegensätze ziehen sich an&#8221;. Wäre diese Regel wahr, gäbe es tatsächlich viele Elektrotechniker, die mit Grundschullehrerinnen auf dem Sozius in Richtung Sonnenuntergang brettern würden.<br />
Zwei magnetische Gegenpole ziehen sich natürlich an. Und was passiert dann mit denen? Genau, die prallen völlig ungebremst aufeinander und setzten zusätzliche kinetische Energie frei. Haben Sie sich schon mal einen Finger zwischen zwei sich anziehenden Magneten geklemmt? Spaß geht anders! Genau so verhält es sich mit gegensätzlichen Beziehungsteilnehmern. Zunächst finden sie sich, und das was sie an einander haben, noch spannend und aufregend und anziehend. Aber dann &#8230;</p>
<blockquote><p>Not the fall is the problem, the sudden stop is.</p></blockquote>
<p>Ich musste schon sehr oft Aussagen wie &#8220;Ich kann doch mit keinem/keiner [hier Berufsgruppe einfügen] zusammen sein!&#8221; mit anhören. Normalerweise haben Leuten, die derlei Aussagen tätigen, hierzulande recht schnell ein Rudel gewaltbereiter Linker am Hals, welche danach trachten, dem Volkshverhetzenden arglistige Schmerzen zuzufügen. Vielleicht geht eben doch die Feldmaus zur Feldmaus und das Pferd geht zum Pferd und so weiter Punkt Bindestrich. Auch wenn der Urheber dieses Gleichnisses einen anderen Zweck damit verfolgte. Aber was soll eine Feldmaus auch mit einem Pferd? Gut, sie könnten gemeinsam ausreiten. Aber das ist auch eher einseitig und wird schnell langweilig. Worüber unterhalten sie sich? Kann die Feldmaus überhaupt genug Konzentration und Fokus aufbringen, die das Pferd verlangt, wenn es in aller Gemütlichkeit von seiner Feldarbeit berichtet? Wird das Pferd nicht der ständigen Ausschweifungen der Maus über Essen und essen überdrüssig? Und der Sex scheidet ja wohl völlig aus.<br />
Eine Feldmaus und eine Wühlmaus hingegen würden vielleicht ein großartiges Liebespaar abgeben.</p>
<p>Schade. So kann keine interdisziplinäre Ergänzung stattfinden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kopf-stunt.de/blog/archive/2008/berufs-rassismus/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
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